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Berufsstatistiken & Analysen

Da GES-2000 Berufe in standardisierte Kategorien einordnet, kannst du aussagekräftige Statistiken und Analysen erstellen. Diese Seite zeigt dir Möglichkeiten und Best Practices.

Neu: Mit dem KI-Assistenten kannst du Datenabfragen in natürlicher Sprache stellen, statt komplexe SQL zu schreiben!

Was ist mit Berufskategorien möglich?

1. Einfache Statistiken

2. Familien-Analysen

  • Berufslinien verfol
    Z.B. „Alle Schmiedemeister in der Familie über 4 Generationen"
  • Berufliche Mobilität
    Z.B. „Wechselten Söhne den Beruf des Vaters oder nicht?"
  • Ständische Entwicklung
    Z.B. „Aufstieg von Bauern zu Ratsmitgliedern in 3 Generationen"
  • Geschlechtsspezifische Muster
    Z.B. „Welche Berufe hatten nur Männer, welche auch Frauen?"

3. Historische Interpretationen

  • Wirtschaftsgeschichte
    Z.B. „Industrialisierung: Von Landwirtschaft zu Fabrikarbeitern"
  • Soziale Mobilität
    Z.B. „Aufstieg der Handwerkszünfte im 19. Jahrhundert"
  • Regionale Besonderheiten
    Z.B. „Bergbau-Zentren hatten andere Berufsverteilung"
  • Bevölkerungsbewegungen
    Z.B. „Auswanderer: Welche Berufe verließen die Region?"

Analyse-Techniken

Methode 1: KI-Assistent (empfohlen für Anfänger)

Einfachste Methode: Nutze den KI-Assistenten mit natürlichsprachigen Fragen!

Beispiel-Abfragen für den KI-Assistent:

Frage Beschreibung
„Wie viele Personen waren Landwirte?" KI zählt alle Personen mit Berufskategorie 1
„Welche Berufe gab es im 18. Jahrhundert?" KI filtert nach Zeitraum und zeigt Berufsmix
„Waren mehr Söhne oder Töchter Handwerker?" KI analysiert Geschlecht + Berufskategorie
„Berufsgeschichte der Familie Müller" KI zeigt Berufsverteilung über Generationen
„Gab es Pfarrer und Pastoren in meiner Familie?" KI sucht Kirchenberufe (Kategorien 17–19)

KI-Assistent starten:

  1. Öffne Menü Extras → KI-Assistent.
  2. Stelle eine Frage in natürlicher Sprache (siehe Beispiele oben).
  3. Der KI-Assistent durchsucht deine Genealogie und antwortet.
  4. Stelle Follow-up-Fragen zur Verfeinerung.

Methode 2: Listen mit Berufsfiltern

Erstelle gefilterte Listen nach Berufskategorien:

  1. Öffne Menü Auswertungen → Listen drucken (oder Personenlisten).
  2. Im Filter-Panel: Wähle Berufskategorie.
  3. Wähle eine Kategorie (z.B. „Landwirtschaft") oder eine Gruppe (z.B. „Handwerk").
  4. Die Liste zeigt nur Personen mit dieser Kategorie.
  5. Exportiere als PDF/RTF für Analyse und Druck.

Methode 3: Datentabelle-Auswertung

Für erweiterte Analysen nutze die Datentabellen-Funktion:

  1. Gehe zu Menü Auswertungen → Datentabelle Definition.
  2. Erstelle neue Spalten:
    • Name (VORNAME + NACHNAME)
    • Berufskategorie (BERUFKAT1)
    • Geburtsjahr (GEBDAT_JAHR)
    • Geschlecht (GESCHLECHT)
  3. Speichere und öffne Datentabelle auswerten.
  4. Nutze Pivottabellen und Diagramme zur Visualisierung.

Praktische Beispiele

Beispiel 1: Berufsverteilung pro Zeitraum

Frage: „Wie hat sich die Berufsverteilung vom 18. ins 19. Jahrhundert verändert?"

Vorgehen:

  1. Öffne KI-Assistent.
  2. Frage: „Zeige mir alle Personen, die vor 1800 geboren wurden und ihre Berufe."
  3. KI antwortet mit Berufsverteilung 18. Jh.
  4. Nachfrage: „Dasselbe für Personen nach 1800."
  5. KI zeigt Vergleich: Anteil Landwirtschaft sank, Handwerk und Industrie stiegen.

Beispiel 2: Berufliche Dynastien

Frage: „Waren die Söhne von Schmieden auch Schmi

Vorgehen:

  1. Öffne Datentabelle mit Spalten: Name, Beruf, Vater-Name, Vater-Beruf.
  2. Filtere nach „Handwerk – Metall" (Kategorie 7).
  3. Prüfe manuell: Welche Söhne haben den Vater-Beruf übernommen?
  4. Oder KI-Frage: „Welche Söhne von Schmieden wurden auch Schmied oder andere Handwerker?"

Beispiel 3: Geschlechtsspezifische Muster

Frage: „Welche Berufe hatten Frauen in meiner Familie?"

Vorgehen:

  1. KI-Assistent: „Zeige mir alle Frauen mit erfasstem Beruf."
  2. KI listet auf: z.B. Näherinnen, Köchinnen, Hebammen, Lehrerinnen.
  3. Nachfrage: „Welche Berufe hatten nur Männer?"
  4. KI zeigt: Schmied, Müller, Schulteiß, Pfarrer (Kernjobs).
  5. Interpretation: Berufsgeschichte der Geschlechter im Wandel.

Beispiel 4: Soziale Mobilität

Frage: „Gibt es Aufstiegsmuster in meiner Familie? (Bauern → Ratsherr, etc.)"

Vorgehen:

  1. Datentabelle: Spalten Name, Generation, Beruf, Stand.
  2. Sortiere nach Generation.
  3. Beobachte: Frühe Generationen mostly Bauern (Kat. 1), spätere Generationen auch Ratsherren (Stand 5), Zunftmeister (Stand 8).
  4. KI-Analyse: „Zeige Aufstiegsmuster in der Familie Müller über 5 Generationen."

Beste Praktiken

Datenvorbereitung

  • Vollständigkeit: Dokumentiere Berufe so vollständig wie möglich, auch aus sekundären Quellen (Kirchenbücher, Zensus, Urkunden).
  • Zeitangaben: Gib Datumsangaben präzise an – sie sind essentiell für Auswertungen.
  • Konsistenz: Nutze einheitliche Berufsbezeichnungen (GES-2000 erkennt Varianten).
  • Klassifizierung überprüfen: Stelle sicher, dass die automatische Kategorisierung stimmt.

Interpretation

  • Kontext beachten: 19. Jh. ohne „Handwerk – Textil" ≠ keine Weber, sondern möglicherweise unvollständige Dokumentation.
  • Quellenkritik: Waren manche Berufe in Dokumenten häufiger erfasst als andere?
  • Geografische Besonderheiten: In Bergbau-Regionen andere Berufsverteilung als in Landregionen.
  • Geschichtliche Entwicklung: Berufe verschwinden (Schreiber) oder entstehen neu (Fabrikarbeiter).

Nachbereitung und Präsentation

Ergebnisse visualisieren

  • Diagramme: Nutze Datentabellen zur Erstellung von Säulen-/Kreisdiagrammen.
  • Tabellen-Export: Exportiere Ergebnisse als Excel für weitere Verarbeitung.
  • Zeitleisten: Stellt Berufsveränderungen über Generationen dar.
  • Stammbäume annotieren: Füge Berufe als Kommentare in Stammbäume ein.

Dokumentation

  • Notiere Erkenntnisse: Schreibe Familiengeschichte auf, basierend auf Berufsanalysen.
  • Quellen hinzufügen: Dokumentiere, wo Berufsangaben herkommen.
  • Fotografien/Urkunden:**Füge relevante Dokumente zu Berufseinträgen hinzu.

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