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Verkartungstabelle-Verarbeitung
Die Verkartungstabelle-Verarbeitung ist die dritte und wichtigste Phase des Verkartungstabellen-Import-Prozesses. Hier werden die importierten Rohdaten aus der Tabellendatei in GES-2000 Datenstrukturen konvertiert, validiert und in die Genealogie-Datenbank gespeichert.
Überblick: Was passiert bei der Verarbeitung?
Die Verarbeitung läuft in folgenden Schritten ab:
- Rohdaten laden: Die Daten aus der Tabellendatei werden in einem Grid angezeigt
- Schema anwenden: Das in Phase 1 definierte Schema wird verwendet, um die Spalten zu interpretieren
- Validierung: Jede Zeile wird geprüft (Datentypen, Plausibilität, Konsistenz)
- Feldmapping: Tabellenspalten werden auf GES-2000 Felder (Personen, Familien, Orte, Quellen) abgebildet
- Automatische Checks: GES-2000 führt automatische Berechnungen durch (z.B. fehlende Heiratsjahre)
- Speicherung: Validierte Zeilen werden in die Genealogie-Datenbank geschrieben
Das Verarbeitungs-Fenster
Das Fenster präsentiert die importierten Daten in einer Gitteransicht mit Farbcodierung:
- Grün: Verarbeitet (erfolgreich in GES-2000 übernommen)
- Gelb: In Bearbeitung oder Warnung (Prüfung erforderlich)
- Rot: Fehler (nicht importierbar)
- Grau: Ignoriert (diese Zeile wird übersprungen)
Filter und Anzeigeoptionen
Folgende Filter-Checkboxes helfen bei der Verarbeitung großer Datenmengen:
- Nur verarbeitete anzeigen – Zeige nur grüne Zeilen (bereits in GES-2000 übernommen)
- Nur die eigenen – Zeige nur Zeilen, die von dir selbst bearbeitet wurden (Multiuser)
- Alle Vornamen – Behandle mehrere Vornamen in einer Zelle (z.B. "Johann Heinrich")
- Sofort speichern – Speichere Änderungen sofort, statt sie zu sammeln
Feldübernahme – Die Kernfunktionalität
Die zentrale Aufgabe der Verarbeitung ist die Feldübernahme: Daten aus Tabellenspalten werden in GES-2000 Felder übertragen.
Unterstützte Feldtypen
- Personenfelder: Name, Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Sterbedatum, Sterbeort, Beruf, etc.
- Familienfelder: Ehemann, Ehefrau, Heiratsdatum, Heiratsort, Kinder, etc.
- Quellenfelder: Quellenbezeichnung, Fundstelle, Autor, Archive, etc.
- Ortsfelder: Ortsname, Kreis, Land, Staat, historische Namen, Koordinaten, etc.
Validierung und Automatische Checks
GES-2000 führt automatisch folgende Validierungen durch:
- Datentyp-Prüfung: Sind Datumsangaben korrekt formatiert?
- Plausibilität: Sterbedatum nach Geburtsdatum? Alter bei Tod realistisch?
- Todesdatum-Berechnung: Wenn Alter und Geburtsdatum bekannt, wird Sterbejahr berechnet
- Heirats-Check: Wenn Geburtsjahr des ersten Kindes bekannt, wird Heiratsjahr geschätzt
Satz-Operationen (Zeilen-weise Bearbeitung)
Für jede Zeile kannst du entscheiden, was damit passiert:
- Satz anlegen – Erstelle neue Person/Familie/Ort
- Satz überschreiben – Überschreibe bestehende Daten (volle Ersetzung)
- Satz nicht ändern – Behalte bestehende Daten, kopiere nur neue Felder
- Zeile ignorieren – Überspringe diese Zeile (z.B. bei Duplikaten)
Namenvarianten und Rufnamen
GES-2000 unterstützt flexible Namenbearbeitung während der Verarbeitung:
- Namensvariante hinzufügen: Speichere alternative Schreibweisen (z.B. "Johann" vs. "Johan")
- Vornamenvariante hinzufügen: Verwalte Vornamen-Varianten
- Rufname ändern: Setze den "Rufnamen" (den im Alltag verwendeten Namen)
Multiuser-Betrieb
Im Netzwerkbetrieb mit mehreren Benutzern:
- Sperrmechanismus: Während du eine Zeile bearbeitest, ist sie für andere Benutzer gesperrt
- Filter "Nur die eigenen": Zeige nur Zeilen, die du selbst bearbeitest
- Automatische Entsperrung: Wenn die Verarbeitung abgeschlossen ist, wird der Satz wieder freigegeben
- Netzwerk-Synchronisation: Alle Änderungen werden sofort in die zentrale Datenbank geschrieben
Suchen während der Verarbeitung
Wenn du während der Verarbeitung eine Person, einen Ort oder eine Quelle nicht finden kannst:
- Person aufrufen: Öffne die GES-2000 Personensuche, um eine bestehende Person zu finden oder neu anzulegen
- Ort aufrufen: Öffne den Ortsbaum, um einen Ort zu finden oder neu anzulegen
- Quelle aufrufen: Öffne den Quellenbaum
Kirchenbuch/URL eines Ereignisses schon vor der Verarbeitung aufrufen
Enthält deine Tabelle Angaben zu einem Ereignis (z.B. Geburt, Taufe, Tod, Begräbnis, Heirat oder Standesamt) mit Quelle, Buch und Seite, kannst du den zugehörigen Kirchenbuch-Scan bzw. die Internetseite der Quelle direkt aus der Tabelle öffnen – ohne die Zeile vorher verarbeiten zu müssen. So kannst du einen Eintrag am Original prüfen, bevor er in die Datenbank übernommen wird.
- Klicke mit der rechten Maustaste auf eine Zelle, die zu dem Ereignis gehört (z.B. die Spalte mit Taufdatum, Buch oder Seite).
- Wähle im Kontextmenü Kirchenbuch/URL des Ereignisses aufrufen.
- GES-2000 öffnet die Adresse im Browser bzw. zeigt eine hinterlegte Bilddatei an.
Der Menüeintrag erscheint nur, wenn das Ereignis nach der Verarbeitung tatsächlich eine Adresse aufrufen könnte – also genau dann, wenn später auch im Personen- bzw. Familienformular der URL-Aufruf möglich wäre. Dafür werden die Werte der Tabellenzeile (Quelle, Buch, Seite, Datum …) so zusammengesetzt, wie sie bei der Verarbeitung übernommen würden. Ist die Person bzw. Familie bereits in der Datenbank vorhanden, werden dabei auch die dort schon gespeicherten Angaben zum Ereignis berücksichtigt (z.B. eine bereits eingetragene Quelle).
Arbeitsablauf: Schritt für Schritt
- Tabellendatei hochladen (Phase 2)
- Vorschau der Daten im Grid
- Erste Zeile auswählen
- Felder überprüfen und ggf. korrigieren
- Validierung durchführen
- Satz-Operation wählen (anlegen/überschreiben/ignorieren)
- Speichern – die nächste Zeile wird angezeigt
- Wiederhole für alle Zeilen